Sexualkunde

Sexualkunde (auch als Sexualerziehung oder Sexualpädagogik bekannt) ist ein Bildungsbereich. Er beschäftigt sich mit der Vermittlung von

  • Wissen über Sexualität
  • Fortpflanzung
  • sexuelle Gesundheit
  • Geschlechterrollen und
  • zwischenmenschliche Beziehungen. 

Sexualkunde gibt es in Schulen, in der Jugendarbeit, in der Familienbildung und in der Erwachsenenbildung. Sexualkunde ist – um es kurz zu machen – ein Thema für alle Altersgruppen. Denn alle Menschen sollten aufgeklärt sein und dazu fähig, verantwortungsvolle Entscheidungen in Bezug auf ihre Sexualität und Beziehungen zu treffen. Ja, und ein bisschen Neugier und Experimentierfreude zählt natürlich auch dazu.

Sexpraktiken sind ein wichtiger Teil der Sexualkunde.

Neue Beiträge zu Sexpraktiken

  • Spanking
    Spanking als Sexualpraktik, auch bekannt als erotische Züchtigung, ist ein Teilbereich des breiteren BDSM (Bondage, Discipline, Dominance, Submission, Sadism, and Masochism) Spektrums. Diese Praxis umfasst das Schlagen des Gesäßes oder anderer Körperteile als eine Form sexueller… Spanking weiterlesen
  • Dirty Talk
    Dirty Talk, die Praxis, beim Sex oder während des Vorspiels sexuell explizite oder anzügliche Sprache zu verwenden, kann ein aufregender und intimer Bestandteil des sexuellen Erlebens sein. Es geht darum, durch Worte sexuelle Erregung zu erzeugen… Dirty Talk weiterlesen
  • Petting
    Petting ist eine Form der körperlichen Intimität, die sexuelle Erregung und Befriedigung anstrebt, ohne dabei zum Geschlechtsverkehr zu führen. Es umfasst eine Vielzahl von Aktivitäten, wie Streicheln, Küssen, Umarmen und das Berühren der erogenen Zonen des… Petting weiterlesen

Sexualkunde: Darum geht´s

  • Wissenserwerb: Sexualkunde vermittelt grundlegendes Wissen über die menschliche Anatomie und Physiologie, die Entwicklung des Körpers, Fortpflanzung, Verhütungsmethoden und sexuelle Gesundheit.
  • Förderung der sexuellen Gesundheit: Sexualkunde trägt zur Prävention sexuell übertragbarer Infektionen (STIs), ungewollter Schwangerschaften und sexueller Gewalt bei. Dies geschieht durch Aufklärung über Verhütungsmittel, Schutzmaßnahmen und die Bedeutung eines verantwortungsbewussten Sexualverhaltens.
  • Entwicklung von Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl: Sexualkunde fördert ein positives Körperbild, Selbstbewusstsein und ein gesundes Selbstwertgefühl, indem sie Menschen aller Altersgruppen ermutigt, sich selbst und ihre Grenzen zu respektieren.
  • Förderung respektvoller Beziehungen: Sexualkunde lehrt die Bedeutung von Einvernehmlichkeit, Respekt und Kommunikation in zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie hilft, gesunde und respektvolle Beziehungen zu entwickeln und zu pflegen.
  • Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung: Sexualkunde kann helfen, Vorurteile und Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität abzubauen. Sie fördert das Verständnis und die Akzeptanz von Vielfalt.
Sexuell übertragbare Krankheiten, kurz STI, sind ein wichtiger Bereich der Sexualkunde. Für alle Altersgruppen!

Neue Beiträge zu sexuell übertragbaren Krankheiten

  • Herpes genitalis
    Herpes genitalis, auch als Genitalherpes bekannt, ist eine weit verbreitete sexuell übertragbare Infektion (STI), die durch das Herpes-simplex-Virus (HSV) verursacht wird. Es gibt zwei Haupttypen von HSV: HSV-1 und HSV-2. Während HSV-1 hauptsächlich mit oralen Herpesinfektionen… Herpes genitalis weiterlesen
  • Syphilis
    Syphilis ist eine sexuell übertragbare Infektion, verursacht durch das Bakterium Treponema pallidum. Die Krankheit hat eine lange Geschichte und war über Jahrhunderte hinweg ein bedeutendes Gesundheitsproblem. Die Übertragung findet in der Regel durch direkten Kontakt mit einer… Syphilis weiterlesen
  • Tripper
    Tripper, medizinisch als Gonorrhoe bekannt, ist eine sexuell übertragbare Infektion (STI), die durch das Bakterium Neisseria gonorrhoeae verursacht wird. Diese Krankheit betrifft vor allem die Schleimhäute des Urogenitaltrakts, kann jedoch auch Rektum, Rachen und Augen befallen. Gonorrhoe ist… Tripper weiterlesen

Inhalte von Sexualkunde

  • Anatomie und Physiologie: Wissen über die Geschlechtsorgane, den Menstruationszyklus, Schwangerschaft und Geburt.
  • Verhütungsmethoden: Informationen über verschiedene Verhütungsmittel wie Kondome, Antibabypillen, Spiralen und deren Anwendung und Wirksamkeit.
  • Sexuelle Orientierung und Identität: Aufklärung über verschiedene sexuelle Orientierungen (heterosexuell, homosexuell, bisexuell, etc.) und Geschlechtsidentitäten (cisgender, transgender, non-binär, etc.). Ebenso ein umfangreiches Wissen über alle sexuellen Neigungen und Vorlieben.
  • Sexuelle Gesundheit: Informationen über sexuell übertragbare Infektionen, deren Prävention und Behandlung, sowie die Bedeutung von regelmäßigen Gesundheitschecks.
  • Einvernehmlichkeit und Grenzen: Bedeutung von Zustimmung, Respektierung persönlicher Grenzen und der Fähigkeit, „Nein“ zu sagen und zu akzeptieren.
  • Emotionale Aspekte: Verständnis von Liebe, Zuneigung, Freundschaft und verschiedenen Formen von Beziehungen.
  • Medienkompetenz: Kritische Auseinandersetzung mit Darstellungen von Sexualität in den Medien und sozialen Netzwerken.
Ohne Forschung keine neuen Erkenntnisse. Deshalb ist die Sexualforschung für die Sexualkunde so wichtig.

Neue Beiträge aus der Sexualforschung

Bedeutung der Sexualerziehung

Sexualkunde spielt eine entscheidende Rolle in der Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung. Gut informierte junge Menschen sind besser in der Lage, gesunde Entscheidungen zu treffen und sie können Risiken minimieren und respektvolle Beziehungen. Eine umfassende Sexualerziehung trägt auch dazu bei, gesellschaftliche Tabus zu durchbrechen. Das fördert eine offene, informierte und tolerante Gesellschaft.

In vielen Ländern ist Sexualkunde ein fester Bestandteil des schulischen Lehrplans und danach ebenso in der öffentlichen Diskussion, während sie in anderen Ländern umstritten und teilweise nur eingeschränkt verfügbar ist. Die Qualität und der Umfang der Sexualkunde können stark variieren, je nach kulturellen, religiösen und politischen Einflüssen.